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Die Geschichte der Stadtteilfabrik

Die Geschichte der Stadtteilfabrik beginnt 2015 mit dem Creative LAB Residenzstipendium der Stadt Essen im Eltingviertel. Die beiden Industrie Design Studenten der Folkwang Universität der Künste, Florian Krohm und Lena Halbedel, beschäftigten sich mit der urbanen Ressource Sperrmüll und bauen daraus in ihrem ersten Atelier in der Katzenbruchstraße erste Möbel. Das ehemalige Zechenviertel bietet mit seiner großen Bewohnerfluktuation einen guten Nährboden für reichlich Sperrmüll.

Die beiden Gestalter sind überzeugt, dass sich unser Konsumverhalten nachhaltig ändern muss und wir neue, umweltfreundliche Produktions- und Produktformen brauchen. Am besten mitten in der Stadt!

In partizipativen Gestaltungsprojekten mit der Nachbarschaft und unter dem Hashtag #MadeinEltintviertel entstehen erste Workshops, ein historischer Spaziergang, eine Heimatausstellung beim NorparkFestEssen, ein Pop-Up Wohnzimmer auf dem Eltingplatz und die Eltingmöbel.

Die Eltingmöbel sind eine Möbelkollektion aus Sperrmüll, die haltbar, lokal und ressourcenschonend produziert wird. In der Zeit von 2017-2021 entstehen neben den Hockern auch Aufräumbrettchen aus dem selben Material. Während die Prototypen noch im Atelier im Eltingviertel gefertigt werden, werden sie am Ende zusammen mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung im Ruhrgebiet produziert.

2017 ist Essen die Grüne Hauptstadt Europas und das Thema Nachhaltigkeit rückt immer mehr in den Fokus der Bewohner. Auch die Eltingmöbel sind dabei und kommen auf verschiedenen Veranstaltungen in einen engen Austauscht mit Interessierten. Dabei fällt immer wieder auf, wie groß das Interesse am „machen“ ist. Diese Energie soll wieder nutzbar gemacht werden und deswegen wird mit verschiedenen Formaten, Materialien und an unterschiedlichen Orten erprobt, was es dafür braucht.

2017 pitchen wir im Social Impact Lab in Duisburg das Konzept unserer Eltingmöbel – und werden in das Stipendienprogramm aufgenommen! Ein Jahr lang entwickeln wir in dem Gründerstipendium ein Geschäftsmodell. Den Pitch gibt es hier:

N-TV: Startups mit Gewissen „Social Impact Lab“ fördert weltverbessernde Gründer

2018 und 2019 entsteht zusammen mit der Stiftung Zollverein auf dem Gelände der Zeche Zollverein ein MakerSpace für die Nachbarschaft. In Sommerwerkstätten, Workshops für Schulen und einer Geschenkfabrik zur Weihnachtszeit werden verschiedene Produkt von den Mitmachern selber gestaltet. In jedem Kurs werden handwerkliche Grundsätze vermittelt die danach selbstständig angewendet werden können. Dabei zeigt sich das enorme Gestaltungs-Potenzial der Nachbarschaft.

2019, im 100-jährigen Jubiläum des Bauhauses, findet der 4. Workshop im MakerSpace Zollverein statt. Dieser geht über mehrere Woche und beinhaltet einen tieferen Einblick in die Bauhaus Lehre und eine längere Konzeptionsphase in der sich die Mitmachenden mit ihrem eigenem Gestaltungsverständnis auseinander setzen und Protoypen zu Ihren Ideen entwickeln.

Ebenfalls im Jahr 2019 geht es zum Goethe Zentrum nach Cluj, Rumänien für einen weiteren Workshop zum Thema Bauhaus. Auch hier erhalten die Teilnehmenden einen theoretischen Input zur Methodik, bevor sie dann das Gelernte anhand eines eigenen Projektes vertiefen und anwenden können.

Im September 2019 folgt die Eröffnung des Ladenlokals / Urbaner Werkstatt / Atelier als Pop-Up Projekt in der Kreuzeskirchstraße in der Essener Innenstadt. Der ehemalige Leerstand wird mit verschiedenen Workshops und Veranstaltungen bis zum Ende der Förderdauer im Juni 2021 bespielt.
Unterstützt wurde das Vorhaben durch mehrere städtische Partner wie Allbau, Kulturbüro und Wirtschaftsförderung, sowie dem nordrheinwestfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft in Kooperation mit dem European Centre For Creative Economy.

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